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www.kunst-kontra-kunst.de
(Beitrag für den Katalog zur Ausstellung - erschienen im Oktober 2001)
Als mir im Früjahr 2001 Ana Matt das erste Mal von dem
Projekt "Kunst kontra Kunst" erzählte, war meine spontane Reaktion:
Das muss ins Internet! Kunst braucht Publikum, und mit keinem anderen Medium erreicht
man mehr Menschen als durch das weltweite Datennetz. Bilder und Objekte, die im
Internet ansprechend präsentiert werden, wecken die Neugier des Betrachters,
schaffen einen ersten Eindruck und setzen einen Dialog in Gang.
Das Internet ist nicht nur Medium für die Darstellung von Kunst,
sondern bietet Raum für spontanes Feedback, ist offen für den
direkten Austausch mit den Künstlern und Künstlerinnen. Das Internet
ermöglicht es jedem, sein Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren,
auch ohne die Unterstützung einer Galerie, eines Mäzens oder einer Kunstzeitschrift.
Auf der anderen Seite öffnet es auch denjenigen den Zugang zur Kunst, die
niemals auf eine Vernissage gehen oder ein Museum besuchen würden. Das Internet
ist kein Ersatz für die direkte sinnliche Erfahrung - im Vordergrund steht
nicht die authentische Wiedergabe des Werkes, sondern die Vermittlung eines ersten
Eindrucks - doch um Kunst zu kommunizieren, ist das Medium ideal.
Das Internet kennt keine Grenzen - weder zeitlich noch räumlich.
Alle Informationen können immer wieder aktualisiert, korrigiert
und ergänzt werden. Für die Nutzung des Internets spielt es keine Rolle,
wo in der Welt man seinen Platz gefunden hat - es ist offen für alle. Gerade
dieses Gemeinschaftsprojekt einer tschechischen und einer deutschen Künstlerin
spiegelt die moderne Kommunikation jenseits kulturhistorischer Begrenzungen wieder
- zwei gegensätzliche Charaktere, zwei unterschiedliche Auffassungen von
Kunst, aber ein Ziel: aus diesen Differenzen etwas Gemeinsames zu schaffen und
daran zu wachsen.
Alexandra Lück
Druckversion
Für das Projekt Kunst kontra Kunst mit Ivana Koubek und
Ana Matt habe ich auch die Website gestaltet. http://www.ana-matt.de/kunst-kontra-kunst/
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